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Sandsteinmauern markieren den Haupteingang


In  vielen Jahrhunderten wurden in Europa Mauern in Trockenbauweise errichtet. So kennt man auch in der Schweiz Trockenmauern: die Stützmauern in den Rebgebieten des Wallis, die Gewinnung von Landwirtschaftsboden im Tessin oder die bekannten Weideabgrenzungen im Jura. Aber auch in der Ostschweiz treffen wir auf die Zeugen dieser Baukunst, in welcher die störenden Steine aus dem Boden oder den Bergflanken zu Trockenmauern verarbeitet wurden. So etwa im Appenzellerland, im Rheintal oder dem Toggenburg. Heute werden Trockenmauern vorzugsweise in Naturgärten oder Naturschutzgebieten als Lebensraum gebaut.

Vor einigen Jahren, als die Endgestaltung des Deponiehügels abgeschlossen war, gestaltete Marcel Tschofen, damals Vorstandsmitglied und Reptilienspezialist, einen Hang mit Sandsteingeröll. Damit wollte er vor allem den Zauneidechsen einen Lebensraum anbieten. Er regte auch an, den Haupteingang zur Höchstern wegen seiner idealen Lage mit einer Trockenmauer aus Schroppen, den „Abfallsteinen“ aus dem Steinbruch, zu gestalten. Der gut besonnte Platz würde sich als Biotop für Eidechsen und Ringelnattern anbieten.
            Gesagt – getan! Im Frühjahr wurde von Marcel zusammen mit dem Verein der Grundstein gelegt. Im Rahmen seines Bildungsurlaubs wurde die Mauer im sehr heissen Sommer 03 von Hansjörg Schiesser in zweiwöchiger Arbeit fertig gestellt. Schon bald nach der Fertigstellung meldete Marcel die ersten Beobachtungen von Eidechsen und einer Ringelnatter, die sich auf dem rückseitigen Kieshaufen sonnte.
             Im Rahmen der 2. Gestaltungsetappe wurde beschlossen, als Ergänzung auch auf der rechten Seite eine Trockenmauer zu errichten. Unter der Leitung von Marcel entstand im Frühjahr 07 unter tatkräftiger Mithilfe von Vereinsmitgliedern das zweite Werk, diesmal aus „schönen“ Mauersteinen. Vor der Mauer konnte im gleichen Zuge ein Unkenweiher gegraben werden, der von einigen Tieren im gleichen Frühsommer angenommen wurde. Auch auf dem Kieshügel hinter der Mauer können  mit Glück sonnenbadende Ringelnattern beobachtet werden. In beiden Mauern laden eingelassene Sitzbänke zum Verweilen und Beobachten an diesem wunderbaren Platz ein.

Ergänzt als Reptilienwohnort werden die Mauern durch eine Aufschüttung aus abgetragenen alten Sandsteinen aus dem Staader Hafen. So ist in unserer Gemeinde durch den Einsatz des Vereins ein weiteres Stück Lebensraum für seltene Tiere geschaffen worden.

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